Görlitzer Brotschmiede

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Wiedereröffnung: Die Görlitzer Brotschmiede backt wieder

Nach umfassender Modernisierung konnten wir unsere Görlitzer Brotschmiede am 22. September 2026 offiziell wieder eröffnen. Gemeinsam mit Gästen aus Handwerk und Wirtschaft, mit Unterstützerinnen und Unterstützern, Freundinnen und Freunden, Nachbarinnen und Nachbarn haben wir diesen besonderen Meilenstein gefeiert.

Im Mittelpunkt stand das, worum es bei uns seit vielen Jahren geht: handwerklich gebackenes Brot aus dem Holzofen.

Eine Liebeserklärung an den Holzofen

Seit 25 Jahren gibt es die Brotschmiede. Sie ist aus einem biologisch-dynamisch bewirtschafteten Hof heraus gewachsen und später in der Görlitzer Altstadt angekommen. Mit der neuen Ofentechnik des Tiroler Unternehmens AGR-Biotec führen wir diesen Weg nun weiter – traditionelles Holzofenbacken, verbunden mit moderner, elektronisch gesteuerter Heiztechnik.

Denn unser Ziel war von Anfang an klar: Wir möchten auch künftig echtes Bio-Holzofenbrot backen – mitten in der historischen Görlitzer Altstadt, mit moderner Technik, regionalen Rohstoffen und in guter Nachbarschaft.

Unsere Betriebsleiterin Doris Bach brachte es in ihrer Rede zur Wiedereröffnung auf den Punkt:

„Wir wollen ein lebendiges Handwerk weiterführen – unter heutigen Bedingungen, mit heutigen Anforderungen, in einer historischen Altstadtanlage und in guter Nachbarschaft.“

Wie wichtig vielen Menschen die Brotschmiede ist, hat sich in der großen Verbundenheit und Unterstützung gezeigt. Auch private Mikrokredite aus der Bürgerschaft haben dazu beigetragen, die neue Ofentechnik zu ermöglichen.

Ein Nachmittag im Zeichen des Handwerks

Rund 65 Gäste kamen zur Wiedereröffnung in die Langenstraße. Zum Auftakt überbrachte Frau Dr. Kerstin Loth von der Handwerkskammer Dresden die offiziellen Glückwünsche.

André Bernatzky von der Akademie Deutsches Bäckerhandwerk Sachsen gab anschließend einen fachlichen Impuls zum Bäckerhandwerk zwischen Tradition, Qualität und Zukunft. Michael Rönsch, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Görlitz, sprach über die Bedeutung kleiner Handwerksbetriebe für die Region.

Natürlich durfte auch ein Blick in die Backstube nicht fehlen. Die Gäste konnten erleben, wie in der Brotschmiede mit dem neuen Holzbacköfen gearbeitet wird und wie traditionelle Teigführung, handwerkliche Erfahrung und moderne Ofentechnik zusammenkommen.

Zur Verkostung gab es unter anderem das auf den Ofen entwickelten Dinkel-Schrotlaib – kräftig im Aroma, saftig in der Krume und mit knuspriger Kruste. Auch der MDR Sachsenspiegel war vor Ort und hat die Wiedereröffnung begleitet.

Die Görlitzer Altstadt mit allen Sinnen erleben

Mit der Modernisierung ist in der Langenstraße sichtbar geworden, wie sich ein traditioneller Handwerksbetrieb weiterentwickeln kann. Die Brotschmiede verbindet Bio-Holzofenhandwerk, neue Ofentechnik und regionale Rohstoffe – mitten in der Görlitzer Altstadt.

Für uns gehört dieser Ort zur Langenstraße: Sowohl als Backstube, Laden und Handwerksbetrieb als auch als Lern- und Begegnungsort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Schul- und Hortgruppen, Kindergärten, Praktikantinnen und Praktikanten sowie Seminargruppen können hier erleben, wie aus Getreide, Wasser, Zeit und Feuer Brot wird.

Wir wünschen uns eine Altstadt, die schön ist und bewohnt, historisch und lebendig, nachbarschaftlich und offen. Dazu möchten wir mit unserer Arbeit beitragen.

Tradition weiterentwickeln

Mit der neuen AGR-Ofentechnik beginnt für die Brotschmiede ein weiterer Entwicklungsschritt im Holzofenbacken. Für Betriebsleiterin Doris Bach ist es bereits die vierte Generation Holzofen: von der manuellen Beschickung mit Stückholz über verschiedene Entwicklungsstufen bis hin zur modernen, elektronisch gesteuerten Heiztechnik mit Holzpellets.

Gerade daran zeigt sich, worum es uns geht: Traditionelles Bio-Holzofenhandwerk und moderne Technik schließen sich nicht aus. Ein kleiner handwerklicher Betrieb muss nicht stehenbleiben, um seiner Herkunft treu zu bleiben. Manchmal ist Modernisierung genau der Weg, um den handwerklichen Kern zu erhalten.

Wir verbinden Tradition, Technik und regionale Wertschöpfung mit dem Willen, in Görlitz Zukunft zu gestalten. Mit Charlotte Hauck steht in der Brotschmiede bereits die kommende Auszubildende in den Startlöchern.

Danke an alle, die uns auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben: unserem Team, unseren Partnern, Handwerkerinnen und Handwerkern, Lieferanten, Unterstützerinnen und Unterstützern sowie dem Freistaat Sachsen.

Und natürlich ein herzliches Dankeschön an unsere Kundinnen und Kunden und an unsere Nachbarschaft.

Sonne· Holz · Feuer · Brot